In Bayern mussten sechs Pferde wegen einer Epidemie eingeschläfert werden.

Das Veterinäramt ist alarmiert und ließ mindestens elf Ställe schließen. Eines der kranken Pferde hatte an einem Turnier teilgenommen. Wegen einer Epidemie sind in Bayern mindestens elf Reitställe geschlossen worden. Wie der „Bayerische Rundfunk“ (BR) berichtet, sind in Oberbayern, in Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim drei Pferde an "Infektiöser Equine Anämie“ (EIA) erkrankt. Die Tiere mussten eingeschläfert werden.
Ein weiterer Fall ist in der Oberpfalz, im Landkreis Schwandorf (dem Nachbarlandkreis von Amberg) aufgetreten. Dort wurden zwei Pferde positiv auf die Krankheit getestet und umgehend eingeschläfert. Auch hier wurde der Reitstall geschlossen und ein Sperrbezirk eingerichtet, der mindestens drei Monate aufrecht erhalten wird.

UPDATE: Ebenfalls im Landkreis Schwandorf wurde ein weiterer Stall zum Sperrbezirk erklärt. Am 10.08. wurde das positiv getestete Pferd eingeschläfert und der Stall geschlossen. Alle Sperrbezirke werden frühestens im November aufgehoben.

Übersichtskarte und Landkreisinformationen zu Fällen von EIA in Bayern im Jahr 2015 (bereitgestellt vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)

Stellungnahme des PHCG zu der Seuche:

„Von amtlicher Seite gibt es keine Auflagen, da unser Landkreis nicht von tierseuchenrechtlichen Sperrungen bezüglich der Infektiösen Anämie betroffen ist." lautet der Wortlaut der offiziellen Email von Dr. Melanie Fruck, Veterinäramt Amberg-Sulzbach.
Sowohl die Kontakte des PHCG zu den zuständigen Veterinärämtern als auch die Rücksprache der EWU mit dem Veterinärämtern Amberg-Sulzbach und Schwandorf haben ergeben, dass trotz der bekannt gewordenen Fälle im Landkreis Schwandorf kein erhöhtes Infektionsrisiko für den Turnierstandort Rieden/Kreuth besteht und somit auch keine Maßnahmen angeordnet werden.
Daher ist für die EuroPaint, die vom 23.-29.09.2015 auf Gut Matheshof ansteht, zum derzeitigen Stand keine Beeinträchtigung zu erwarten. Der PHCG steht weiter in engem Kontakt zu den offiziellen Stellen und anderen Verbänden und wird über eine Veränderung der Situation umgehend informieren."

In etwa die gleiche Stellungnahme gab es auch von Seiten der FEQHA, welche die European Quarter Horse Championships ausrichten.
Trotzdem verließen offenbar reihenweise die Teilnehmer das Gelände und fuhren nach Hause zurück. Wärend einige sagen dass keinerlei Gefahr besteht, sagte z.B. Herr Jagfeld dass sein Amtstierarzt eine Abreise empfohlen habe (Quelle: Facebook /Jagfeld). Italienische Teilnehmer berichteten, dass  an der italienischen Grenze ihre Pferde in Quarantäne genommen wurden.

Die Auswirkung auf das ostbayerische Pferdezentrum in Kreuth zwei Tage vor Beginn der American Quarter Horse Championships. Wo es sonst vor Leben nur so wimmelt ist alles leer. (Photo by A. Kümmerling / 6.08.2015 ca. 7:00 Uhr)

Wie auch immer das nun sei und was alles wahr ist oder nicht, kann und will ich hier nicht beurteilen. Sicher ist eine Menge Panik mit dabei die sicherlich nicht gerechtfertigt ist. Gesunder Menschenverstand sollte gebraucht werden um die Entscheidung zu treffen ob man nun nach Kreuth fährt oder nicht.