Die Working Ranch Horse kombiniert drei Funktionen: Die Fähigkeiten einen Reining zu gehen, "Cow Sense" und die Fähigkeit eine Kuh so zu positionieren um sie zu stoppen und mit dem Lasso zu fangen. Für die Prüfung hat man sechs Minuten Zeit. Zwei Minuten vor Ablauf der Zeit ertönt ein Warnsignal.

Reining: Es gibt drei verschiedene Pattern für diese Klasse. Gefordert sind mindestens ein Zirkel in jede Richtung, Galoppwechsel in beide Richtungen, wenigstens eine 360 Grad Drehung in jede Richtung, ein Rollback in jede Richtung, ein Stopp und Rückwärts richten.

Rinderarbeit: Nach Vollendung der Reining fordert der Reiter die Kuh an. Sobald die Kuh in der Arena ist, sollen Reiter und Pferd zeigen, dass sie die Kuh an der kurzen Seite der Arena in ausreichender Zeit arbeiten können. Dann wird die Kuh "down the fence" [lange Seite der Arena] getrieben, wobei sie mindestens in jede Richtung einmal gedreht werden muss. Beachten muss man, dass vor der ersten Drehung der Mittelmarker passiert worden ist, sonst gibt es Strafpunkte.
speziell für Europa: Nach dem "down the fence" wird die Kuh auf einer Acht getrieben. Je säubereer die Kuh die Acht läuft, desto besser. Für die gesamte Rinderarbeit (kurze Seite, lange Seite, Acht) hat man in Europa 90 Sekunden Zeit!

Roping [nicht in Europa!]: Der Reiter wird beurteilt wir er sein Rope beherrscht und die Kuh stoppt. Das Pferd wird auf seine Fähigkeit beurteilt wie es die Kuh "liest", wie es die Kuh verfolgt und dann die Kuh stoppt. Um die Kuh zu fangen sind maximal zwei Würfe erlaubt, dabei ist es aber nicht erlaubt das Rope am Sattelhorn fest zu binden. Es ist nicht zwingend erforderlich die Kuh zu fangen. Es gibt aber Strafpunkte wenn man sie nicht fängt. Genauso gibt es Strafpunkte wenn man mit einer "Breakaway" [die einzige Art die in GER Tierschutzrechtlich erlaubt ist] ropt.

In Europa im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen wird bei der Working Ranch oder Cow Horse kein Roping angeboten, sondern ausschließlich die Variante mit der Acht