Für Reiter, die sich für Versatility Ranch Horse Prüfungen interessieren ist es wichtig sich Wissen und Fähigkeiten anzueignen. Dafür lohnt es sich bei den wenigen, guten Trainer [wir haben mit Ute Holm und Kai Wienrich zusammen gearbeitet] Trainingsstunden, Workshops und Clinics zu besuchen. Besuchen sie zum Beispiel Pferdemessen wie die Americana oder die Equitana. Oft zeigen da renommierte Trainer ihr Können und sind zu informativen Gesprächen bereit. Hier geeignete Trainer aufzulisten würde zu weit führen.
Bei den meisten Trainern werden  in einer Mischung aus Spaß, Unterricht, Ermutigung und ohne Stress Pferd und Reiter durch die verschiedenen Ausbildungsstufen geführt. Das Gelernte sollte und möchte man dann auch auf Wettbewerben zeigen um sich mit Gleichgesinnten zu messen. Leider ist es nicht ganz einfach geeignete Wettbewerbe zu finden, da die Veranstalter meistens den Aufwand mit den Kühen scheuen. Wenn aber irgendwo ein Wettbewerb statt findet, dann sollten alle Ranch Horse Reiter nach Möglichkeit teilnehmen um diese Wettbewerbe am Leben zu erhalten.

Das Versatility Ranch Horse:

Sicherheit spielt bei der Wahl des Pferdes für eine Ranch Horse Competition eine große Rolle. Das Pferd sollte sicher im Umgang mit vielen verschiedenen Pferden, Menschen  und unerwarteten Situationen sein.
- Das Pferd muss genug Vertrauen haben, so dass man ein Lasso schwingen kann.
- Es soll im Umgang mit Kühen kontrollierbar sein
- Es soll sicher an den Trail Hindernissen sein
- Der Reiter soll das Pferd in jeder Gangart und in jeder Geschwindigkeit beherrschen können
- Es ist nicht schlecht wenn das Pferd Galoppwechsel beherrscht, wobei keine fliegenden Wechsel gefordert werden
- Es ist unerlässlich dass das Pferd gut und willig stoppt.
- Hengste dürfen ebenfalls am Wettbewerb teilnehmen wenn sie gut erzogen und kontrollierbar sind. Sie dürfen die Sicherheit des Besitzers /Reiters, anderer Pferde und anderer Reiter nicht gefährden

Der Versatility Ranch Horse Reiter:

Als jemand der sich mit der Ranch Horse Competition beschäftigt wäre es von großem Vorteil wenn man fähig ist Spaß zu haben und das Erlebnis zu genießen.
- Man sollte einen offenen Geist haben und fähig sein Lob und hilfreichen Anregungen [auch Kritik] der Trainer und Richter anzunehmen
- Man sollte eine realistische Einschätzung seines reiterlichen Könnens und Fähigkeiten haben.
- Man sollte die Regeln der Ranch Horse Competition kennen
- Man sollte immer höflich zu anderen Reitern, den Richtern, den Helfern und Zuschauern sein.
- Man sollte versuchen das Ranch Horse Event für alle zu einem schönen Erlebnis zu machen
- Für Wettbewerbs-Reiter: Langärmliges Hemd, Jeans, Cowboystiefel und ein Cowboy Hut sind erforderlich. Chaps oder Chinks sind optional.

Versatility Ranch Horse Ausstattung

Ranch Horse Reiten und Ranch Horse Wettbewerbe haben nichts mit Glitzer und Glamour zu tun. Ordentliche und saubere Arbeitsbekleidung reicht völlig aus. Das mit Silber beladene Showequipment, das üblicherweise im Showring benutzt wird, ist nicht nötig und wird tatsächlich sehr ungern gesehen. Der Sinn der Ranch Horse Versatility ist es ein Arbeitspferd zu showen; in seinem Arbeitsgeschirr mit seinem Reiter in Arbeitskleidung!

- Der Sattel muss stabil genug sein um am Horn ein Rope zu befestigen und eine mindestens 180kg schwere Kuh zu stoppen.
- Hintergurt und Vorderzeug werden bei den Rinderklassen und zum Ropen insbesondere benötigt.
- Satteldecken und Sattelgurte sollten aus Naturfasern [z.B. Mohair oder Wolle] sein. Da die Pferde oft lange Zeit gesattelt sind macht es Sinn das Neopren-Equipment  meiden, da dies Hitzestau verursachen und durch das Schwitzen das Pferd wund werden kann.
- Die Zügel können geteilte Splitreins oder Romal-Zügel sein. Wichtig ist, dass man sich mit dem Regelkonformen Gebrauch der Zügel vertraut macht.
- Bei fünfjährigen und jüngeren Pferden ist ein Snaffle Bit [Wassertrense] erlaubt. Zügelführung ist zweihändig.
- Bei sechsjährigen und älteren Pferden ist ein Curb Bit [Kandare] vorgeschrieben. Zügelführung hier ist einhändig.
- Halfter für die Halterklassen können aus schlichtem Leder, aus Seil oder Nylon sein.
- Kopfstücke sollten einen Kehlriemen haben. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme in den schnellen Rinderklassen.
- Eine gute Idee ist es die Beine der Pferde zu schützen. Erlaubt sind Bell Boots, Splint Boots oder andere Variationen von Boots.
- Boots dürfen von den Pferden in allen Klassen getragen werden. Ausnahme: Ranch Confirmation [Halter]